Wenn Zähneputzen schadet: Abrieb durch zu starkes Bürsten
Zähneputzen ist wichtig – aber zu viel des Guten kann den Zähnen auch schaden.
Viele Patientinnen und Patienten sind überrascht, wenn wir ihnen erklären, dass nicht Karies oder „Löcher“ die Ursache für ihre Zahndefekte sind, sondern schlichtweg zu starkes Putzen.
Was passiert bei zu viel Druck?
- Zahnschmelz wird abgetragen – er ist zwar die härteste Substanz im Körper, aber gegen jahrelanges kräftiges Schrubben mit harter Bürste ist auch er machtlos. Speziell der Bereich der Zahnhälse ist hier sehr anfällig.
- Dentin wird freigelegt – dieses darunterliegende Gewebe ist viel weicher und empfindlicher. Liegt es frei, können tiefe Rillen und Defekte entstehen, oft an den Zahnhälsen.
- Folgen: Empfindlichkeiten auf Kälte, Hitze oder Süßes, und ein dauerhaft geschwächter Zahn, der eine Behandlung benötigt.
Ein Beispiel aus der Praxis
Auf dem ersten Foto sieht man deutlich, wie eine Zahnbürste im Laufe der Zeit tiefe Einkerbungen in einem Backenzahn hinterlassen hat. Der Zahn war dadurch nicht nur empfindlich, sondern auch anfällig für Entzündungen und bruchgefährdet.
Auf dem zweiten Foto ist die Situation nach der Behandlung zu sehen: Mit einer hochwertigen Füllung haben wir den Defekt verschlossen, die Zahnform wiederhergestellt und den Zahn geschützt.
Was können Sie tun?
- Verwenden Sie weiche bis mittelharte Zahnbürsten.
- Setzen Sie beim Putzen nur leichten Druck ein. Moderne elektrische Zahnbürsten haben oft eine Druckkontrolle.
- Technik statt Kraft: Putzen Sie in kleinen, sanften Bewegungen – nicht „schrubben“.
So bleibt Ihr Lächeln gesund – ganz ohne unnötige Schäden durch zu starkes Putzen.
Ihre Zähne verdienen die beste Pflege. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob alles in Ordnung ist – vereinbaren Sie gleich einen Kontrolltermin bei uns
